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"Wichtig bei Benchmarking ist nicht die kritiklose Übernahme einer Kennzahl oder die Angleichung an die Benchmark, sondern die Reflexion der Differenz zwischen der so genannten 'Best Practice' und der eigenen Situation. Das Bedenken dieses Unterschieds ist die Basis des angestrebten Lernprozesses. Was macht diesen Unterschied aus - und welchen Unterschied macht dieser Unterschied?! Letzterer kann - um der Verbesserung der Praxis willen - auch die Benchmark in Frage stellen und zu kreativen Austauschprozessen und Austauschbeziehungen führen", so Kappler.
Erfahrungsaustausch von Tourismusexperten
Dass es dabei auch gelungene Projekte und Umsetzungen gibt, zeigte das Interesse der zahlreichen Teilnehmer des zweitägigen Symposiums. Auch der Vorarlberger Landestourismus-Chef Mag. Christian Schützinger berichtete von Projekten und Innovationen auf Landes- und Destinationsebene. So werden regelmäßig internationale Vergleiche und Analysen durchgeführt, um Zukunftspotentiale für den Tourismus in Vorarlberg wahrzunehmen. "Gerade für den Tourismus ist die gegenseitige Information über Best-Practice-Lösungen für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit essentiell", so Veranstalter Mag. Alexander Fritsch von i-con Internet Consultancy.
Auch Google wird touristisch: Jan Peter Kretschmer von Google Deutschland informierte die Teilnehmer aus erster Hand über effektives Suchmaschinenmarketing. Gigantische 8 Milliarden Websites und über eine Milliarde Bilder umfasst der Index der Suchmaschine. Neben den aktuellen Werbemöglichkeiten wird Google zukünftig auch verstärkt im Bereich Reisen und Tourismus Dienste anbieten. Denn laut einer Studie haben bereits 60 % der Internetnutzer schon einmal ein Hotel oder eine Reise online gebucht.
Wie werden Tourismusregionen zu Top-Performern?
"Kooperieren statt Konkurrenzieren" lautete die Empfehlung an Destinationsmanager von Mag. Pfeifenberger, PwC PricewaterhouseCoopers GmbH. Denn wie bei einer aktuellen Untersuchung festgestellt wurde, differenzieren sich erfolgreiche Destinationen von weniger Erfolgreichen nicht nur durch unterschiedliches Investitionsvolumen, sondern vor allem auch durch die Bündelung der touristischen Leistungsträger. Dadurch können Marketingmaßnahmen effizienter und effektiver umgesetzt werden. Auch kann so eine Abgrenzung zum Mitbewerber stattfinden. Dies führt zu einer höheren Wertschöpfung in der Tourismusregion.
Betriebe zu stärken und die touristische Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten sind auch Ziele des Projektes "eFitness", das anlässlich des Events vorgestellt wurde. Dabei werden Betriebe im Bereich der Neuen Medien beraten und effektiv geschult. Im Kleinwalsertal, in dem das eFitness-Konzept bereits im dritten Jahr läuft, sind die positiven Effekte bereits spürbar. In einer Vergleichsstudie der Hochschule Wallis über E-Mail-Angebotsbearbeitung verbesserte sich die Position der Kleinwalsertaler Betriebe vom letzten Platz 2003 auf den ersten Platz 2006.
Neben den zahlreichen Präsentationen, wurde den Tourismusmanagern unter der Leitung von Moderatorin Sabine Noethen auch die Möglichkeit zum Networking gegeben. Abschließend wurden aktuelle Fragen und Problemfelder mit den Experten am "Runden Tisch" kritisch diskutiert. In einem Punkt waren sich alle einig: Benchmarking sollte ein immer währender Prozess sein.
Der "etourism dialog" ist eine Veranstaltung von i-con® Internet Consultancy im Rahmen des Raiffeisenprojektes "eFitness® Kleinwalsertal"
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